Protokoll LG-Versammlung 2013

c) Bericht Zuchtwartin

Die Zuchtwartin Dr. Helga Adolph bedankt sich zunächst bei allen Züchterinnen und Züchter der LG Hessen für ihren züchterischen Einsatz, die Rasse DW zu erhalten und (noch) zu verbessern. Jede/r Züchter(in) weiß, dass es nicht nur mit den vielen Gedanken zur Verpaarung, dem aufregenden Geburtsakt der Welpen, der Betreuung der Hündin mit ihren Welpen nach der Geburt und der zeitaufwändigen Aufzucht der Welpen getan ist, sondern dass auch die Betreuung der neuen Besitzer zu den züchterischen Aufgaben dazu gehört.

Sie bedankt sich bei ihrem Stellvertreter Uwe Ickler, der sie nicht nur bei Verhinderungen vertreten hat, sondern sein ganzes Wissen um die Zucht mit einsetzt.

Frau Dr. Adolph bringt in Erinnerung, dass sie seit dem vergangenen Jahr Stellvertretende Zuchtleiterin im VDW ist, und berichtet, dass sie sich als Leiterin des Kleinen Zuchtausschusses (KZA) zur Verfügung gestellt hat. Der KZA arbeitet dem Zuchtausschuss, in dem alle Zuchtwarte der 18 Landesgruppen sitzen, zu. Er entscheidet nicht, macht aber Vorschläge zu Entscheidungen.

Im Jahr 2012 hat es im Gebiet der LG Hessen 19 Zuchtvorgänge gegeben. Hieraus kamen 16 Würfe mit 111 (53/58) Welpen; 3 Würfe sind leer geblieben.

Die Würfe teilten sich auf in 12 braun/rote Würfe (75%), 2 brschl./helltiger (13%) und 2 gemischte (1 braun x brscheck, 1 braun x rottiger, 13%) und ergaben 81 rot/braun und 30 brschl/rotschl etc. Durchschnittlich fielen 7 Welpen. Gezogen wurde mit prüfungsbewährten Hündinnen und Rüden. Im vergangenen Jahr gab es einen neuen Zwinger „vom Schneebach“, in dem ein Welpe fiel.

Im aktuellen Jahr 2013 gibt es bisher 10 Zuchtvorgänge (2 Würfe stehen noch aus – Bremberg, Hopfenhof). Gefallen sind bislang 8 Würfe mit 67 (30/37) Welpen, kein Wurf ist leer geblieben. Die Würfe teilen sich auf in 6 x braun/rot (zzgl. der beiden noch zu erwartenden Würfe) und 2 x brsch. Und ergaben 37 rot/braun und 29 brschl/rotschl etc. Durchschnittlich fielen 8,4 Welpen.

Frau Dr. Adolph zählt folgende aktive Deckrüden in der Landesgruppe auf:

Braun/rot: Spike vom Rittergut 5x, Don von der Buchklinge 5x, Bussen Busso 4x,

Cassius Clay Weidelsburg 2x, Justus v.d. Göhrde 5x, Chuke Weidelsburg 2x, Uncas Trommelberg 2x, Jan von Dreiannen 1x

Brschl/helltiger/rottiger:, Leo vom Buchenhain 1x, Xaro vom Wildgrimsborn 1x, Felix vom Wolfsberg 9x

Deckrüdenliste im Internet auf der wachtelhund-hessen.de – Seite

Aus dem VDW berichtet sie, dass die Röntgen-Motivation gesunken ist. Sie führt dieses auf die Höhe der Kosten für HD- und ED-Röntgen zurück. Im Jahr 2011 war ein leichter Anstieg ED-belasteter Hunde zu verzeichnen. Sie empfiehlt, die Untersuchungen zeitnah ab dem Alter von 12 Monaten durchführen zu lassen.

Frau Dr. Adolph berichtet auch über den Stand der Epilepsieforschung und dem Umgang mit Epilepsie. Grundsätzlich sind alle Hunderassen betroffen, wobei man die Erkrankung auf Vererbung (idiopathische Epilepsie) und die Umwelt (Impfungen, Vergiftungen, Verletzungen etc.) zurückführt. Derzeit gibt es in Dogbase 21 ausgewiesene Hunde, 43 Hunde sind dem Zuchtbuchamt bekannt, das ist weniger als 1 % der gesamten Population der Wachtelhunde. Frau Dr. Adolph weist darauf hin, dass der VDW die (hohen) Kosten der Untersuchungen betroffener Hunde auf idiopathische Epilepsie trägt.

In diesem Zusammenhang ergibt sich eine kontroverse Diskussion über die Sinnhaftigkeit der ED-Untersuchungen und der Datensammlung und -veröffentlichung von Erkrankungen. Diese könnten bei Unbeteiligten den falschen Eindruck erwecken, der DW sei besonders anfällig für die untersuchten Erkrankungen. Bemängelt wird auch, dass die Erkenntnisse über Erkrankungen auf den subjektiven Angaben der Führer beruhen. Herr Heyer favorisiert die Auswahl einer repräsentativen Anzahl von Hunden nach dem Zufallsprinzip und Untersuchung dieser Hunde, um so statistisch zu wissenschaftlich fundierten Ergebnissen zu gelangen. Nicht zuletzt dienen die Untersuchungen der Gesundheitsvorsorge der Hunde und sorgt für gesunde Jagdhunde.

Frau Dr. Adolph berichtet auch über die Ergebnisse der letzten Zuchtwartetagung in Biebertal: die Gültigkeit der Deckscheine ist auf vier Wochen begrenzt, die Deckmarken werden einzeln ausgegeben, nach 5 Deckakten erfolgt eine Nachzuchtkontrolle. Mischpaarungen müssen gesondert begründet werden.

Es wurde auch der bereits erwähnte Kleine Zuchtausschuss mit ihr selbst als Leiterin gewählt. Der Kleine Zuchtausschuss ist zuständig für die Themen Nachzuchtkontrolle, Blutbank, ED, Epilepsie, Fütterungsempfehlung, Rasseportrait, Tipps für Welpenkäufer und Überlegungen zur Steigerung der Attraktivität unserer Rasse.

Abschließend lässt Frau Dr. Adolph die vergangenen sechs Jahre Revue passieren und schildert, dass sie im Jahr 2007 das Amt als Zuchtwartin von Werner Otto übernommen hat. Aufgrund persönlicher Ortsveränderungen und des Zeitaufwandes im Bundesvorstand wird sie sich nicht mehr zur Wahl stellen. Sie betont, dass es für sie eine interessante 6-jährige Zeit gewesen ist, die sie fachlich und persönlich weiter gebracht hat. Sie wünscht der hessischen Zucht als eine der leistungsfähigsten und zuchtstärksten Landesgruppen im VDW alles Gute und versichert, sich auch weiterhin sehr stark mit der Zucht der LG Hessen zu identifizieren.


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