Formwertrichterschulung der Landesgruppen Hessen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt am 03.02.2018

Am 3. Februar führten die Landesgruppen Hessen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt eine gemeinsame Schulung für Formwertrichter und Formwertrichteranwärter in Immenhausen bei Kassel durch. An die 70 Teilnehmer aus 13 Landesgruppen sind ein klarer Beleg für die Fortbildungsbereitschaft der Verbandsrichter, die auf eigene Kosten z.T. weit anreisten und einen Tag investierten.

Als Referenten konnten Zuchtleiter und Zuchtbuchführer Martin Hauser, der stellvertretende Zuchtleiter Olaf Schmelz und Frau Roswitha Holtorf, langjährige Zuchtwartin in Niedersachsen und Mitglied des kleinen Zuchtausschuss, gewonnen werden.

Die Veranstaltung begann nach ein paar einleitenden Worten von Petra Gerlach, der Vorsitzenden der Landesgruppe Hessen, mit einem Vortrag unseres Zuchtleiters Martin Hauser, der mit Hilfe einer anschaulichen PowerPoint-Präsentation in die Thematik einführte. Er stellte die Grundsätze der Bewertung dar und wie sie in 4 Schritten durchgeführt wird – beginnend mit dem Gesamtbild des Hundes, das während des gesamten Prüfungstages mit beobachtet wird, über die Details vom Kopf über den Körperbau und Haut und Haarkleid zum Typ und schließlich mündend in die Dokumentation / Beschreibung. Hauser ging hier auch auf gesundheitliche Aspekte ein, um z.B. mögliche Hautprobleme frühzeitig zu erkennen. Einzelne Punkte wurden auch mit der Zuhörerschaft fachkundig diskutiert, so die richtige Feststellung, ob ein Hund als Braunscheck oder Helltiger einzutragen ist oder auch der Umgang mit überzähligen Zähnen / Zahnanomalien.

Nach einer Mittagspause, in der wir vom Catering-Team um Kai Meimbresse, Renate Bolle und Stefanie Sprenger erstklassig bewirtet wurden, schloss sich ein praktischer Teil an. Hier teilte sich die Gruppe und Roswitha Holtorf schulte die anwesenden Formwertrichteranwärter separat, während Olaf Schmelz im Hof des Rittergut Mühlenhof, das hierzu bestens geeignet ist und von Wolfgang Rüdiger dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt wurde, die angereisten Hunde in großer Runde besprach. Hier ein großer Dank an die 14 Hundeführer, die bereit waren, ihre Hunde vorzuführen. Wurden sie doch gezielt angesprochen, um speziell einige Themen wie z.B. Zahnprobleme „am lebenden Objekt“ zu zeigen. Dies ist umso höher zu achten, da sie zum Großteil keine Richter oder Funktionsträger im Verein sind. Um nicht frühere Bewertungen zu kritisieren oder Zwinger „schlecht zu reden“ wurden die Hunde anonymisiert und bekamen nur eine Nummer (und als Dankeschön nachher noch etwas zu knabbern). Aus diesem Kreis kam auch ein positives Feedback, dass sie überrascht waren, wie ernsthaft sich Richter Gedanken zur korrekten Bewertung der vorgestellten Hunde machen und mit welcher Professionalität hier gearbeitet wird.

Zusammenfassend haben wir eine Veranstaltung erlebt, die über Landesgruppengrenzen hinweg das große Engagement der Wachtelfamilie zeigt, die Bereitschaft, sich weiter zu bilden und für die gemeinsame Sache einzubringen. Das Organisationsteam, und hier sind als Kernzelle vor Ort besonders Wolfgang und Ira Rüdiger zu nennen, hat einen Nerv getroffen und die Resonanz sollte Mut zu Folgeveranstaltungen machen.

Horst Birkhölzer, LG Hessen

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