Protokoll der LG Versammlung am 4.10.2014

Landesgruppenversammlung 04.10.2014 Hotel zur Stadt Cassel, 34626 Neukirchen

Protokoll

24 Teilnehmer
Beginn: 20:00 Uhr
Ende: 22:10 Uhr

Begrüßung/Feststellung der Beschlussfähigkeit

Der Vorsitzende Michael Heyer begrüßt die Anwesenden und im Besonderen den stellvertretenden Bundesvorsitzenden Wolfgang Rüdiger, den ehem. Bundesprüfungswart Uwe Ickler und den Leiter der Stöberhundgruppe Alexander Konerding sowie als Neumitglied der Landesgruppe Oliver Habel.

Zur Ehrung der Verstorbenen erheben sich die Anwesenden.

Die Versammlung wurde in der Septemberausgabe der DWZ fristgerecht ausgeschrieben und ist beschlussfähig. Die Landesgruppe hat derzeit 465 Mitglieder.


Bericht des Vorsitzenden

Am 22.06.13 fand in der Walkenmühle in Frankenberg die letzte Landesgruppenversammlung mit einem Familientag statt. Besonderer Dank geht an Peter Weigel und Wieland Henkel, die nach dem plötzlichen Tod des Pächters für die Bewirtung der Gäste gesorgt haben. Patricia Boht von D.O.G.S Martin Rütter referierte kurzweilig über die „Kommunikation zwischen Hund und Mensch und Hunden untereinander“.

Am 28.07.2013 fand ein Welpenspieltag mit 60 Teilnehmern und 25 Welpen im Waldhaus mit Kurzvorträgen für die Welpenkäufer zu Ausbildung und Prüfung statt.

Am 28.29/12 war die S-Jagd im FA Reinhardshagen. Durch den starken Ostwind kam wenig Schwarzwild vor. Zur Überprüfung der Leistungen werden in diesem Jahr am Ende alle Hunde zusammen geschnallt, um sicherzustellen, dass Sauen im Treiben waren.

Februar 2014 Jagd und Hund in Dortmund: wir haben uns mit der Landesgruppe Nordrhein den Stand geteilt und je 3 Tage unsere Hund präsentiert. Auf der Aktionsbühne konnte die Rasse in 15 min einem interessierten Publikum vorgestellt werden. Auch der Bundesvorsitzende Manfred Hartnagel war anwesend. Es konnten viele Gespräche mit Interessenten für die Rasse geführt werden.

Am 15. und 16.02.2014 fanden 3 Vorbereitungsveranstaltungen zur JP in Linden (Referent Michael Heyer) und Hofgeismar (Referent Uwe Ickler) mit je 15-20 Hunden statt. Einem zweistündigen theoretischem Teil folgte nachmittags eine praktische Prüfungssimulation. Besonderer Dank an Sven Deeg und Uwe Ickler für die Vorbereitung und die traditionelle Bewirtung! Die hohe Nachfrage zeigt, dass diese Veranstaltungen ein wichtiges Angebot für die Hundeführer sind, da die Anlagen der Hunde auch gefördert werden müssen.

März 2014 Besuch der Messe Alsfeld mit Kurzpäsentation der Rasse auf der Aktionsbühne.

Am 01.Mai begannen 4 Abrichtelehrgänge bei Sven Deeg, Michael und Werner Stutz sowie bei Uwe Ickler (Sa + So). Micheal Heyer bedankt sich ausdrücklich bei den Lehrgangsleitern, dass sie sich den ganzen Sommer die Zeit nehmen, um anderer Leute Hunde auszubilden. Besonderer Dank gilt auch den Revierinhabern für die zur Verfügung Stellung der Flächen.

Am 10. Mai war die HV in Klink an der Müritz, nochmals Dank an die ausrichtende Landesgruppe für die herzliche Aufnahme der Teilnehmer und die gute Organisation.

Über den Sommer fanden 4 Welpenspieltage statt. Im Herbst veranstaltet die Landesgruppe 1 EP, 8 EPB’s und 1 GP.

Um die Beteiligten dieser Vielzahl von Veranstaltungen auch versicherungsmäßig abzusichern, und die teilweise geforderten Gestattungsverträge auch abschließen zu können, hat sich der Vorsitzende – initiiert durch Sven Deeg – an die Verbände VDH und JGHV gewandt, um abzuklären, welche Risiken die beteiligten Richter/Veranstalter eingehen und wie Haftpflichtfragen geregelt sind. Der JGHV hat zwischenzeitlich einen Rahmenvertrag mit der Gothaer abgeschlossen (Veranstaltungen je bis zu 3 Tagen Dauer, Kosten EUR 0,29/Mitglied) und es steht zu hoffen, dass der Hauptverein VDW bis Jahresende dieser Rahmenversicherung beitritt und dann alle ehrenamtlich Tätigen aller Landesgruppen abgesichert sind. Wolfgang Rüdiger setzt sich im Bundesvorstand dafür ein, dass bis Jahresende eine geeignete Versicherung abgeschlossen wird.

Es erfolgt der Hinweis aus der Versammlung, dass gerade für Jugendprüfungen wie bei einer Jagd Schilder zur Verkehrssicherung aufgestellt werden sollten. Fritz Vaupel will sich für die Veranstaltungen in Fritzlar und Mardorf darum kümmern.

Michael Heyer bedankt sich besonders bei Ingrid Wenz und Beate Eimer für die Gestaltung der hessischen Internetseite www.Wachtelhund-hessen.de mit der Bitte an alle Beteiligten, Informationen über aktuelle Veranstaltungen zeitnah an Ingrid und Beate zu senden. Sein abschließender Dank gilt den Vorstandsmitgliedern für die konstruktive Zusammenarbeit.

Bericht des Prüfungswarts

Thomas Figge bedankt sich zunächst bei Martin Berthold für die Leitung der Prüfungsgeschäftsstelle und bei allen Richtern und Helfern für die geleistete Arbeit.

Nach einleitenden Worten ging Thomas Figge zunächst auf das Prüfungsgeschehen Herbst 2013 bis zum Herbst 2014 ein.

Laut seinen Angaben wurden 2013 10 Herbstprüfungen ausgeschriebenen, von denen 9 durchgeführt wurden. 6 EPB´s, 2 EP´s und 1 GP.
Ergebnisse: 1. Preis 2. Preis 3. Preis ohne Hunde

EP: 1 2 1 3 7

EPB: 1 11 14 10 37

GP: 0 0 4 6 10
Im Frühjahr 2014 wurden 9 Jugendprüfungen für ca. 60 Hunde ausgeschrieben, an denen 53 Hunde vorgestellt wurden. Erstmals fand eine Prüfung in Ulrichstein statt.

Als schwierig bezeichnete er die Prüfungsbedingungen aufgrund der sehr früh und stark entwickelten Vegetation in diesem Jahr. Zum Teil konnte durch Vorverlagerung einzelner Prüfungstermine auf diese Situation reagiert werden.

Folgende Ergebnisse wurden dabei erzielt:
Ergebnisse: 1. Preis 2. Preis 3. Preis ohne Hunde

JP: 5 16 23 9* 53

*) davon 5 zurückgezogen!
Ein leicht unterdurchschnittliches Ergebnis laut den Ausführungen von Thomas Figge.
Für diesen Herbst hat die Landesgruppe Hessen 10 Prüfungen ausgeschrieben. 7 EPB´s für rund 60 Hunde, 2 EP´s für 6 Hunde und eine GP mit offener Hundezahl.

7 Prüfungen sind bereits gelaufen, davon eine EP und sechs EPB`s. Für die Teilnahme an einer EP gab es nur eine Nachfrage. Folglich wurde auf die Durchführung der EP in Immenhausen verzichtet und die EP in Linden organisatorisch in die EPB integriert.

Die bisherigen Ergebnisse liegen deutlich unter dem Schnitt der vergangenen Jahre. Hinsichtlich der Gesamtdarstellung der Herbstprüfungen 2014 verwies Thomas Figge auf die Landesgruppenversammlung 2015. Derzeit läuft noch die GP mit 10 Hunden und der Prüfungsherbst schließt mit der EPB Burgwald am 19. Oktober. Hierfür liegen bisher 5 Nennungen vor.

Im zweiten Teil seines Berichtes ging Thomas Figge in einem kurzen Abspann auf die wesentlichen Änderungen der PO ein, die erstmalig für die Jugendprüfungen 2015 greifen. Beispielhaft sind hier zu nennen: die Wertung der besten Spur für die Fächer Nase, Wille und Sicherheit; Regelungen der Einspruchsordnung und Befangenheit; Schussabgabe nicht durch Richter.

Thomas Figge bittet um Änderung der Meldevordrucke. Es soll ein Textfeld eingefügt werden:

Schweiß: Übernachtfährte ja/nein. Es kommt immer wieder zu Missverständnissen hinsichtlich der Meldung zur Erlangung der Landesbrauchbarkeit.

Abschließend wünschte er allen anwesenden Hundeführern für den noch anstehenden letzten Tag der GP und für die Prüfung in Burgwald viel Erfolg und bedankte sie bei all denen, die zum Gelingen der Prüfungen und der Hundeausbildung beigetragen haben und werden sowie für die gute Zusammenarbeit.

Bericht des Zuchtwarts Uwe Ickler

In Hessen gibt es 14 aktive Zwinger und 25 Deckrüden. Im vergangenen Jahr wurden 10 Paarungen durchgeführt, aus denen 9 Würfe mit 64 Welpen fielen. 5 Welpen sind eingegangen, eine Hündin blieb leer.

Uwe Ickler kommentierte kurz die seiner Meinung nach wenig zielführenden Aktivitäten zur Gesundheit unserer Hunde (Blutabnahme, Epilepsie, allgem. Gesundheitsumfrage). Wolfgang Rüdiger beantwortet die Frage nach der Auswertung der Gesundheitsfragebögen, dass dies durch eine Kommission erfolgt und dass die Blutuntersuchungen eingestellt werden.

Uwe Ickler berichtet, dass es in Dogbase viele Fehler gäbe und eine Zucht nach Zahlen nicht zielführend wäre. In seinen Lehrgängen der letzten Jahre zeigt sich immer deutlicher, dass die Führigkeit der Hunde immer mehr abnimmt und der „normale“ Jäger oft mit der Ausbildung überfordert ist. Er fordert eine bestandene EPB als Pflicht für alle Zuchthunde. Zuchtlenkungsmaßnahmen würden zu wenig genutzt, das könnte sich positiv auf die Führigkeit auswirken.

Uwe Ickler erläutert, welche Kriterien zur Ermittlung des Züchterpreises herangezogen werden und gratuliert Wolfgang Rüdiger für seine Paarung Cassius Clay Weidelsburg x Sissy vom Rittergut mit 179 Punkten zum diesjährigen Züchterpreis. Alle Welpen wurden auf JP geführt, 6 Hunde sind zuchttauglich.

Uwe Ickler erklärt, dass in seinem Zwinger Weidelsburg keine Welpen mehr fallen werden. Er hat 63 Würfe mit über 400 Welpen gemacht. Er wird auch keine Abrichtelehrgänge mehr durchführen und will sich nach 50 Jahren Ausbildung jetzt privaten Interessen widmen. Michael Heyer dankt ihm für seine langjährige Tätigkeit und bedauert diesen Entschluss, da ja nicht zuletzt durch diese Lehrgänge Generationen von Hundeführern von seiner Erfahrung profitiert haben.

Uwe Ickler bedankt sich beim Forstamt Reinhardshagen für die Nutzungsmöglichkeiten der Waldflächen und bei Wolfgang Rüdiger für die Teichnutzung.

Bericht des Kassenwarts Peter Weigel

Peter Weigel berichtet, dass die Kassenlage angespannt ist und der Bestand gegenüber Vorjahr ein Minus von EUR 2.000 aufweist, das aus den laufenden Einnahmen nicht gedeckt werden kann. Die Landesgruppe verfügt über Reserven, die aber fest angelegt sind, und nur insgesamt aufgelöst werden könnten, und dann zu noch schlechteren Konditionen wieder angelegt werden müssten. Wir erhalten derzeit EUR 7/Mitglied und die Nenngelder zum Bestreiten der laufenden Kosten.

Peter Weigel führt aus, dass Hessen derzeitig die einzige Landesgruppe ist, die im laufenden Geschäft ein Minus macht. Es wird darüber diskutiert, warum wir mit unseren Mitteln nicht zurechtkommen. Mögliche Ursachen sind bei den Jugendprüfungen weniger Hunde pro Gruppe durch die schlechter werdenden Hasenbesätze, mehr Richter und somit höhere Km-Entschädigung durch den Einsatz von weit entfernt wohnenden Richtern (wobei aber der Austausch mit anderen Landesgruppen weiter gewünscht wird), keine Bereitschaft Fahrgemeinschaften zu bilden, Delegiertengelder für die HV (EUR 100,–/Delegierter), EUR 3,– pro Mitglied weniger Einnahmen durch Umlagen des Hauptvereins.

Es wird angeregt, dass die Tagespauschale von EUR 20,– erhöht werden sollte. Der Tagessatz reicht nicht aus, um Essen/Getränke zu bezahlen und manche Richter – gerade die Jüngeren – würden die Mehrkosten dann aus der km-Pauschale abdecken und daher nicht bereit sein, Fahrgemeinschaften zu bilden. Aus der Versammlung kommt weiter der Vorschlag, die Mitglieder der Landesgruppe um einen einmaligen Solidarbeitrag von EUR 5,–/Mitglied zu bitten, um das Minus abzudecken.

Wir haben für die diesjährigen Herbstprüfungen die Nenngelder erhöht, die Auswirkungen sind jetzt noch nicht sichtbar.

Peter Weigel stellt den Antrag, die KM Geld Erstattung für die Richter von derzeit EUR 0,30/km auf EUR 0,25/km zu senken und den Fortbildungszuschuß in Höhe von EUR 5,– zu streichen. Ein Mitglied sagt, dass eigentlich nur die betroffenen Richter abstimmen sollten, da es nicht richtig ist, dass Leute, die sowieso schon viel Zeit für ein Ehrenamt erbringen, auch noch finanzielle Opfer bringen sollen. Michael Heyer lässt über den Antrag abstimmen:

12 Mitglieder stimmen dafür, 3 dagegen, 9 Enthaltungen. Damit wird der Antrag angenommen.

Der Vorstand wird sich nach Auswertung der Prüfungsperiode weiter Gedanken über die Kostensituation machen und stellt auch in Aussicht, die km Pauschale wieder anzuheben, sobald sich die Situation gebessert hat.

4 – 6. Bericht der Kassenprüfer/Entlastung/ Wahl der Kassenprüfer 2015

Die Kassenprüfer Stefan Zimmerling und Helmut Henneberg haben die Kasse geprüft. Daniel Panzer verliest in Abwesenheit die Erklärung der Kassenprüfer, dass alle Buchungen korrekt vorgenommen wurden, die Belege vollzählig sind und beantragt die Entlastung des Kassenwarts und des Vorstandes. Die Entlastung erfolgt einstimmig bei eigener (6) Enthaltung. Helmut Henneberg scheidet turnusgemäß als Kassenprüfer aus dem Amt. Die Versammlung wählt Kai Meimbresse einstimmig als 3. Kassenprüfer.

7. Rückblick HV Klink

Die Landesgruppe besetzt mit Wolfgang Rüdiger (stellv. Vorsitzender, stellv. Kassierer), Helga Adolph (stellv. Zuchtwartin) und Peter Hesse (IT) vier Funktionen im Bundesvorstand. Michael Heyer dankt der Landegruppe Mecklenburg für ihre herzliche Gastfreundschaft und die gelungene HV. Die wichtigsten Themen der Bereiche Zucht und Prüfungswesen wurden bereits im Rahmen der Berichte des Zuchtwartes und Prüfungswartes behandelt und diskutiert.

8. Verschiedenes

Ehrungen: Für ihre 25-jährige Mitgliedschaft erhalten in diesem Jahr die Herren Friedhelm Herwig, Thomas Osterwind und Reinhold Werner das Vereinsabzeichen in Silber. Für 40-jährige Mitgliedschaft wird das goldene Vereinsabzeichen an die Herren Harald Bamberger, Ingobert Keßler, Ewald Kulm und Dr. Horst Waldvogel verliehen. Für 50-jährige Mitgliedschaft werden 2014 die Herren Klaus Burow, Dr. Dietrich Grebe und Günter Zeller mit dem großgoldenen Vereinsabzeichen geehrt.

Wolfgang Rüdiger stellt den Antrag, dass auf der nächsten Zuchtwartetagung ein Antrag für die HV 2016 vorbereitet werden soll, dass Zuchthunde auf einer überregionalen Zuchtschau vorgestellt werden müssen. Der Antrag wird bei einer Enthaltung einstimmig angenommen.
Die Landesgruppe Niedersachsen veranstaltet einen Familientag und hat um „länder-übergreifende“ Unterstützung und rege Teilnahme gebeten. Nähere Informationen folgen.

Bad Schwalbach, den 17.10.2014
gez. Petra Gerlach


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